KreisEL

Unterstützung des Transitionsprozesses der Elektronikbranche auf dem Weg in die Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft für die Regionen Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen

Seit April 2026 engagieren wir uns gemeinsam mit vier Partnern im Projekt KreisEL. Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen zählen zu den wichtigsten Industriestandorten in NRW und spielen in der Elektro(nik)branche eine herausragende Rolle. Der europäische Green Deal treibt den Wandel zu einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Wirtschaftsweise voran – mit der Kreislaufwirtschaft als zentralem Baustein. Das wirkt sich spürbar auf Unternehmen und ihre Wertschöpfungsketten aus: Ressourcenschonende Produkt- und Prozessgestaltung rückt in den Mittelpunkt und treibt zirkuläre Innovationen voran, um Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz zu sichern.

Mit KreisEL verfolgen wir einen neuartigen, ganzheitlichen und regionalen Ansatz. Statt wie bisherige Projekte einzelne Teilbereiche zu betrachten, nehmen wir die gesamte Wertschöpfungskette der Branche in den Blick und nutzen die Synergien zweier benachbarter Regionen. Adressiert werden sowohl Hersteller im Geschäftskundengeschäft (B2B) – etwa aus Automation, Gebäude- und Energietechnik oder Elektroinstallation – als auch im Privatkundengeschäft (B2C), also Hersteller von weißer, brauner und grauer Ware. Ebenso im Blick: die gesamte Wertschöpfungskette von Materiallieferanten über Komponentenhersteller und Handel bis hin zu Verwertungs- und Entsorgungsunternehmen sowie kommunalen Sammelstellen.

Der Durchführungszeitraum ist der 01.04.2026 bis 31.03.2029, das Gesamtvolumen liegt bei rund 2 Mio. €. Als eines der fünf Konsortialmitglieder wirken wir in den verschiedenen Projektbereichen mit. Unser Fokus liegt dabei besonders auf der Marktmodellierung: Hier erarbeiten wir eine Status-quo-Analyse der Branche und entwickeln ein Zielbild sowie ein Entwicklungsmodell für den Weg in die Kreislaufwirtschaft – auch aus der Perspektive kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).

Projektziele:

Das Projekt KreisEL verfolgt das Ziel, einen branchenweiten Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Elektro(nik)branche zu entwickeln und die bislang fehlende Verbindung zwischen Produktentwicklung und Verwertung herzustellen – eine der größten Herausforderungen der Branche.

Dafür sollen neue Wertschöpfungsnetzwerke gefördert werden, die Kreislaufwirtschaft als Kernprinzip aller Prozesse verankern, und die Potenziale von Ostwestfalen-Lippe und Südwestfalen durch neuartige Kooperationen gebündelt werden. So sollen Abhängigkeiten reduziert und die regionale Wirtschaft sowie die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Unternehmen gestärkt werden. Darüber hinaus sollen mit den Erkenntnissen aus dem Projekt auch Impulse für die Politik gegeben werden.

Aufgaben:

Dafür wird zunächst eine Status-quo-Analyse der Branche erstellt, aus der ein Zielbild sowie ein Entwicklungsmodell für den Weg in die Kreislaufwirtschaft entwickelt werden, auch aus Sicht kleiner und mittlerer Unternehmen. INZIN bringt sich insbesondere durch diese Marktmodellierung ein und übernimmt dabei eine zentrale Rolle innerhalb des Konsortiums. Unsere Expertise fließt vor allem in die Analyse der Branchenstrukturen sowie in die Entwicklung realistischer Szenarien für den Transformationsprozess ein.

Darüber hinaus wird ein Akteursmapping aufgebaut, es werden Next-Practice-Beispiele gesammelt sowie Pionierinterviews und Blogbeiträge erstellt. Für Unternehmen werden zudem Checklisten sowie Formate für Scouting, Wissenstransfer, Qualifizierung und Vernetzung entwickelt, außerdem wird der Aufbau eines Enterprise-Metaversums namens „KreisEL“ unterstützt. Ergänzend werden regionale Erfahrungsaustauschgruppen initiiert und neue Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft angestoßen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fachkräftesicherung: Projekterfahrungen werden in Studium und Lehre übertragen, Fachtagungen organisiert und die Übertragung von Abschlussarbeiten in die Unternehmen begleitet. Zusätzlich werden Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik entlang der gesamten Wertschöpfungskette vernetzt, in enger Zusammenarbeit mit den Akteuren der regionalen Entwicklungsstrategien.


Das Projekt KreisEL wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 gefördert.